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Travel Alberta

Naturwunder

Die weiten Eisfelder, die verlassenen Badlands, das flirrende Nordlicht –Naturdenkmäler gibt es in Alberta wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Die UNESCO stuft gleich vier davon als zu schützendes Welterbe ein. Da versteht es sich von selbst, dass Sie unbedingt Ihren Fotoapparat mitbringen sollten. An kaum einem anderen Ort gibt es mehr Erinnerungen im Bild festzuhalten als in Alberta.





Hier bekommen die Rockies Konkurrenz

Man kennt sie überall auf der Welt: Die Rocky Mountains sind ohne Zweifel Albertas bekannteste Attraktion. Aber daneben gibt es auch andere Landschaften in der Provinz, die man durchaus in einem Atemzug mit den Rockies nennen kann.



Die kanadischen Badlands

Sie erstrecken sich vom Osten Red Deers in Zentral-Alberta bis hin zur Grenze zum US- Bundesstaat Montana im Süden: die Kanadischen Badlands – ein Geschichtsbuch in Stein, das Auskunft über die vergangenen Jahrtausende gibt. Man sagt, die ersten französischen Siedler haben dieser Mondlandschaft den Namen „Mauvais Terre”, schlechtes Land, gegeben, weil sie es so ungastlich empfanden. Wie auch immer: Die Badlands haben ihren Namen bis heute beibehalten, obwohl sich unter ihrer kargen Oberfläche sehr viel Gutes findet. Denn diese verlassene Region mit ihren windgeformten Felsformationen und kargen Tälern besitzt reichhaltige Kohlevorkommen. Doch die spektakulären Fossilien- funde, die auch heute noch wie ein Magnet auf Archäologen, Paläontologen und Touristen aus aller Welt wirken, machen die Kohle zur Nebensache.

Was auf den ersten Blick nur als eine Schicht von Fossilien erschien, entpuppte sich als größte Entdeckung von Dinosaurierknochen. Die Völker der First Nations, die die Knochen als erste entdeckten, schrieben den Fund jedoch den Vorfahren der Bisons zu. So sahen sie in den Badlands einen gigantischen Bison-Friedhof - und in den „Hoodoos“ seinen Beschützer. Diese bizarren Säulen aus abgetragenem Gestein zählen zu den eigentümlichsten geologischen Formationen und ziehen heute zahlreiche Besucher von überall her an. Wer mehr über sie wissen will, sollte hier klicken.

Drumheller ist das Herz der Kanadischen Badlands. An seinem Ortsrand finden Sie das Royal Tyrrell Museum. Hier und im Dinosaur Provincial Park erfahren Sie alles über Dinosaurier und nehmen - natürlich nur wenn Sie wollen - an archäologischen Ausgrabungen teil. Auch die Kohle hat man in Drumheller nicht ganz vergessen. Ihre große Zeit lebt in der historischen Zeche Atlas Coal Mine National Historic Site auf.

Die Kanadischen Rockies

Die Kanadischen Rockies sind Teil der rauen Rocky Mountains, die den Nordamerikanischen Kontinent von Norden nach Süden durchziehen. Sie verlaufen entlang der gemeinsamen Grenze der Provinzen British Columbia und Alberta. Ihre höchsten Gipfel und Grate bilden die so genannte Kontinentalscheide. Von diesem „Rückgrat” Kanadas entspringen die Flüsse nach Westen oder Osten und fließen entweder in Richtung Pazifik oder zum Atlantik.

In den Kandischen Rockies finden sich drei der fünf Nationalparks in Kanada: Sie heißen Banff, Jasper und Waterton Lakes, und beeindrucken gleichermaßen mit atemberaubenden Landschaften. Staunen Sie über steile Berge, verschneite Gipfel, weite Gletscher, tiefe Wasserfälle, reißende Flüsse, die sich durch zerklüftete Täler winden, über idyllische Bergwiesen, heiße Quellen und kalte Gletscherseen.

Eisfelder

Eine der besten Möglichkeiten, sich einen bleibenden Eindruck von den Gletschern und Eisfeldern in Alberta zu verschaffen, ist eine Tour auf dem Icefields Parkway. Diese 230 Kilometer lange Straße von Lake Louise nach Jasper wird im Westen von einigen riesigen Gletschern flankiert. Sie führt durch äußerst einsame Gebiete und über dramatische Höhen. Schon unmittelbar in der Nähe von Lake Louise erwartet Sie einer der Höhepunkte des Parkway: der Crowfoot Gletscher, der so heißt, weil sein Eis einst die Form eines Krähenfußes aufwies. Obwohl von den ursprünglich drei Zehen heute nur noch zwei übrig geblieben sind, hat der Gletscher nur wenig von seiner mächtigen Erscheinung verloren.

Doch das berühmteste Eisfeld ist hier seit jeher das Columbia Icefield. Nirgendwo in Nordamerika finden sich außerhalb der Polargebiete größere Eismassen. Dabei bildet das Columbia Icefield eigentlich nur den letzten Rest einer riesigen Platte, die einst fast ganz Kanada überzog. Auch heute noch bedeckt das Eisfeld rund 325 Quadratkilometer Fläche zwischen dem Mount Columbia – mit 3.747 Metern Albertas höchster Berg – und dem Mount Athabasca. Es speist insgesamt acht Gletscher. Drei von ihnen sieht man vom Icefields Parkway aus. Zu Fuß erreichen Sie allerdings keinen so leicht wie den nahe gelegenen Athabasca Glacier. Wahrscheinlich macht ihn das zum meistbesuchten Gletscher in Nordamerika.

Northern Lights

Das Polarlicht lässt sich zwar nicht nur von Alberta aus beobachten. Trotzdem bietet der Norden der Provinz einige erstklassige Punkte, an denen sich der Himmel von seiner besten Seite zeigt. Ob im Hinterland des Wood Buffalo National Park oder in Fort McMurray, der nördlichsten Stadt Albertas, das wundersame Lichterspiel des Nachthimmels, das farbigen tänzelnden Bändern und Schleiern ähnelt, wird Sie faszinieren. Solche Phänomene zeigt der Himmel nicht nur in Fort McMurray, sondern auch in Fort Chipewyan, Slave Lake, Peace River, Grand Prairie und Athabasca.

UNESCO-Weltnaturerbe

Die Vereinten Nationen würdigen Albertas außerordentlichen Reichtum an Naturwundern. Gleich vier von ihnen führt die UNESCO in ihrer Liste zum Erhalt des Weltnaturerbes. Hinzu kommt eine Stätte in der Liste des zu schützenden Weltkulturerbes: Head-Smashed-In-Buffalo-Jump, ein Abgrund, über den die First Nations Büffel trieben, um sie zu erlegen.

  • Canadian Rocky Mountain Parks: Die zusammenhängenden Parks in Banff und Jasper in Alberta sowie die Parks Kootenay und Yoho in British Columbia sind von der UNESCO wegen ihrer einzigartigen alpinen Landschaften berücksichtigt worden.
  • Der Wood Buffalo National Park zählt zum UNESCO-Welterbe, weil dort mehr Bisons leben als an irgendeinem anderen Ort in Nordamerika. Hier findet der Schreikranich Nistplätze. Außerdem münden der Peace River und der Athabasca River im größten Inland-Delta der Welt in den Slave River.
  • Dinosaur Provincial Park: Hier finden sich einige der bedeutendsten Fossilienfunde, die jemals gemacht wurden. Sie geben Aufschluss über 35 Dinosaurierarten, die hier vor rund 75 Millionen Jahren gelebt haben.
  • Waterton Glacier International Peace Park: 1932 wurden der Waterton Lakes National Park und der Glacier National Park im Norden des US-Bundesstaates Montana miteinander verbunden, um so den internationalen Peace Park zu bilden. Seine Pflanzenwelt ist äußerst üppig, zudem finden sich zahlreiche Säugetierarten. Prärie und Waldgebiete, alpines Gelände und Gletscher fügen sich hier zu einer abwechslungsreichen und spektakulären Kulisse.

Weitere Infos

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